Zur Wohnsituation geflüchteter Menschen in unserer Stadt
In der LN vom 19. November -aber auch des öfteren zuvor- ist beim Thema "Flüchtlinge" auf die Wohnsituation und auf die vielfältigen Schwierigkeiten bei der Wohnraumbeschaffung hingewiesen worden.
Michael Thomas-Lienkämper, Fraktionssprecher der LINKEN im Rat der Stadt
Auf Grund des enormen Zeitdrucks, des herannahenden Winters mit seiner Kälte wird aktuell auch die Beschaffung von Container sowie Zelthallen notwendig werden.
Sicherlich eine erhebliche Absenkung des Standards im Vergleich zum klassischen Wohnraum, begleitet mit der potentiellen Erhöhung von Spannungen angesichts der dann geballten Enge.
Allerdings ist bekannt, dass es auch in der Stadt Lüdenscheid einen Wohnungsleerstand gibt, der nicht unerheblich zu sein scheint.
Detaillierte Informationen sind teilweise nicht vorhanden oder nur händisch und zeitintensiv zu bekommen, da es keine Meldepflicht für Leerstände gibt.
So darf die Situation allerdings nicht bleiben und sie ist alleine vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation auch aus humanitären Gründen nicht zu akzeptieren.
Deshalb wird die Fraktion der LINKEN für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt am 02. Dezember einen Antrag stellen, die Verwaltung zu beauftragen ein Leerstands- und Baulückenkataster zu erstellen und dauerhaft zu warten.
Ein solches Kataster ist unseres Erachtens generell für eine optimale Stadtentwicklung unerlässlich, da ohne eine verlässliche Datenbasis häufiger Fehlentwicklungen auftreten können.
Das Bundesland Niedersachsen hat hier bereits reagiert und stellt den Kommunen ein solches Baulücken- und Leerstandskataster zur Verfügung. Auch das Bundesland Hessen hat mittlerweile ein sogenanntes automatisiertes Leerstandskataster im Angebot.
Dabei werden beispielsweise Meldedaten oder Daten der Stadtwerke über Wasserverbrauch automatisch ausgewertet, so dass auch ohne eine aufwändige Erfassung ein guter Überblick gewährleistet werden kann.
Wir sind der Überzeugung, dass es nicht nur angesichts der Flüchtlingssituation endlich an der Zeit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und für eine Umsetzung zu sorgen."
