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Stellungnahme zur Wohnungslosigkeit

DIE LINKE. MK, Michael Thomas-Lienkämper

Es ist im Sozialstaat BRD ein Skandal, dass es immer noch notwendig ist, über Wohnungslosigkeit zu sprechen und zu berichten.

Während auf der einen Seite auch in den Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises wieder verstärkt für neues Wohneigentum geworben und dieses geplant wird, sozialer Wohnungsbau quasi brach liegt, gibt es auf der anderen Seite immer noch mehrere hundert Menschen, die nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben - und wir reden hier nur von der offiziellen Statistik. So ist es unbekannt, wie viele Menschen (vorübergehend) bspw. bei einem Bekannten auf der Couch schlafen und nur eine rein formale Meldeadresse haben.

Wohnungslosigkeit ist kein Thema, mit dem Mensch und Politik glänzen können. Dauerhaft haben dieses Thema häufig nur wenige engagierte Personen im Fokus. Das ist schlimm genug. Noch verheerender wäre es, wenn die Entscheidungsträger bei ihren zukünftigen Planungen aus Profitgründen (fast) ausschließlich auf Wohneigentum setzen. Sozialer, barrierefreier Wohnraum und die Begleitung von Menschen bei ihrem Schritt von der "Platte" in ein anderes Zuhause sind notwendig, um hier Menschenwürde für alle zu schaffen. Dazu ist unser Staat schlichtweg verpflichtet. Finanzmittel dafür sind dem Grunde nach genügend vorhanden. Wie immer geht es darum , diese anders und gerechter zu verteilen, sowie den Städten genügend Möglichkeiten zu geben, sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen und manchen Lobbyisten auch mal nachhaltig "auf die Füße zu treten".

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