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Rekordhoch bei gemeldeten Stellen ?

Ulrich Herrmann

Das Weihnachtsmärchen der Agentur für Arbeit / IS

Auszug aus dem Pressespiegel MK vom 21.12.2015 hier weiter:

Die Zahl der gemeldeten Stellen mag ja zutreffen, die Qualität der "Jobs" läßt allerdings etwas anderes deutlich werden.

Kriterien für die beispielhafte Online-Suche von heute: Fachkräfte, Angebote in Lüdenscheid.

Ergebnis: Von den ersten 20 angebotenen "Jobs" sind 15 aus dem Bereich Leiharbeit. Für den Bereich Iserlohn ergeben sich adäquat 14 Jobs.

Zur Jobbörse der Agentur IS vom 22.12.2015 hier weiter:

Was von Stellen im Bereich der Leiharbeit zu halten ist, kann man sich leicht ausmalen: befristetes Arbeiten, geringe Einkünfte, unsichere Perspektiven, Stress, vorprogrammierte Altersarmut und andere negative Bedingungen gehören bei diesen "Jobs" zur Grundausstattung. Wie die Chefin der Agentur IS, Frau Käppel, zu einer derartigen Jubelmeldung kommt, bleibt wohl ihr gehütetes Geheimnis.

Es gab einmal (und das ist kein Märchen) Arbeitplätze für Facharbeiter_Innen, die noch nicht mit dem schlimmen Begriff "Job" bezeichnet wurde. Arbeitsverhältnisse, die unbefristet waren, die auskömmlich bezahlt wurden, die sogar Freude bei der Tätigkeit bereiteten, die günstige Perspektiven für eine ganze Familie bedeuteten. Für die meisten Arbeitssuchenden dürften solche Verhältnisse inzwischen allerdings völlig illusorisch sein.

Die menschenverachtende Hartz-Gesetzgebung und die zunehmende Ausbeutung großer Teile unserer Bevölkerung mit Hilfe der neoliberalen Politik der schwarz/roten Merkelregierung werden gerade im Bereich der Arbeit besonders deutlich. Wahrscheinlich ist das Märchen der Iserlohner Agentur-Chefin der Auftakt für die größeren Märchen der nächsten Tage. Die Erzählungen von Freiheit, Prosperität, guter Arbeit, sicheren Renten, alternativlosen Auslandseinsätzen der Bundeswehr... und der Zitronenfalter faltet Zitronen. Vorgetragen von Frau Merkel und Herrn Gauck.

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