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Gesundheit ist keine Ware!

UH

Mit unserer kreativen Aktion konnten wir am Mittwoch zahlreiche Bürger_innen in Lüdenscheid ansprechen. Mit dabei war Kathrin Vogler, MdB unserer Partei und Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte.

Auch die Beschäftigten im Gesundheitswesen bekommen die Kommerzialisierung zu spüren.

Gesundheit darf nicht zur Ware verkommen!

Personalmangel, Arbeitsverdichtung, lange Arbeitszeiten und miese Bezahlung sind in diesem Sektor an der Tagesordnung. Krankenhäuser werden zunehmend in profitorientierte Unternehmen umgewandelt. In unseren Krankenhäusern ist ein riesiger Investitionsstau aufgelaufen. Jährlich fehlen den Kliniken 2 bis 3 Milliarden Euro für notwendige Bauten und technische Erneuerungen. Insgesamt sind das etwa 50 Milliarden Euro. Dafür muß politische Verantwortung übernommen werden. Markt und Wettbewerb sind keine geeigneten Mechanismen, um die Krankenhausversorgung in diesem Land zu steuern.

Demgegenüber steht das LINKE Konzept für eine solidarische Gesundheitsversicherung (Bürgerinnen- und Bürgerversicherung). Sie soll als Weiterentwicklung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung jedem in Deutschland lebenden Menschen Zugang zu erstklassiger Gesundheitsversorgung in allen Bereichen sichern.

Die zahlreichen Helfer_innen konnten in einer Vielzahl von persönlichen Gesprächen auf die Problematik im Gesundheitswesen aufmerksam machen. Dabei wurde deutlich, dass bereits viele Menschen negative Erfahrungen mit dieser schlechten Entwicklung gemacht haben. Unser Stand traf mit dieser Aktion ein besonders wichtiges Feld der Daseinsvorsorge. Wir werden die guten Hinweise aus der Bevölkerung für weitere Überlegungen und Aktionen umsetzen.

Erlauben Sie uns darüber hinaus jedoch einen wichtigen Hinweis:

Fast alle Helfer_innen berichteten in der Reflektion des Tages über eine teilweise erschreckende soziale Kälte bei einigen Gesprächen. Ohne Umschweife kamen Menschen vom Thema Gesundheit auf das Thema Flüchtlinge zu sprechen. Die Menschen, die jetzt auch noch bspw. die Krankenkassen belasten, die doch besser blieben wo sie hergekommen sind.

Es wundert nicht die Schlichtheit ihrer „Argumente“ und der Grad an Dummheit. Sie sind der Widerhall dessen, was die Medien seit Monaten verbreiten (Joke Frerichs).

Wie dünn ist doch der Firnis über einer teilweise unmenschlichen und asozialen Einstellung gegenüber Fremden und Schwachen.

Beuten wir Deutsche nicht die Herkunftsländer aus? Nehmen wir der dortigen Bevölkerung nicht ihre Lebensgrundlagen? Überziehen wir nicht zusammen mit der NATO die betroffenen Länder mit Krieg und Waffen?

 

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