Fracking: hochriskante Förderung von Schiefergas
Nebelkerzen von Schwarz / Gelb gezündet!
Bundesregierung will Fracking ermöglichen.
"Wenn CDU und FDP das Fracking in Deutschland "regeln" wollen, dann geht es in Wahrheit um dessen Ermöglichung. Die geplante Fracking-Verordnung soll das defacto-Moratorium für Fracking beenden", warnt die Fracking-Expertin der Linksfraktion Johanna Voß anlässlich der Einigung zwischen Umweltminister Altmaier und Wirtschaftsminister Rösler über eine entsprechende Verordnung. "
Seit rund anderthalb Jahren wird in Deutschland nicht mehr nach unkonventionellem Erdgas gefrackt. Das ist den zahlreichen Protesten und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger gegen diese hochriskante Fördermethode zu verdanken. Nun haben sich Altmaier und Rösler auf eine Verordnung geeinigt. Doch was nach mehr Schutz vor Fracking aussieht, ist weniger. Diese Verordnung öffnet Tür und Tor für die Anwendung dieser irrwitzigen Technologie. Zwar soll die Förderung von Schiefergas in Trinkwassergebieten verboten und ansonsten Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgeschrieben werden. Doch nur drei der etwa 300 bisherigen Fracks in Deutschland waren in Schiefergas, Wasserschutzgebiete I und II sind bereits von Fracking ausgenommen und auch wer die Dynamik von Genehmigungsverfahren und das beteiligungsfeindliche veraltete deutsche Bergrecht kennt, wird sich keine Illusionen machen.
Genau diese Türöffnerfunktion ist der eigentliche Zweck der Verordnung. Denn wenn Altmaier und Rösler wirklich verhindern wollten, dass Mensch und Umwelt durch Fracking gefährdet werden, dann würden sie ein klares Verbot auf den Weg bringen.
Diese Mogelpackung werden die Wählerinnen und Wähler der Bundesregierung nicht durchgehen lassen!"
Völlig ungelöst ist zudem die Entsorgung der dabei entstehenden Chemiebrühe aus Benzol, Quecksilber und weiteren Dreckstoffen.
