Die Anschläge von Paris
Die entsetzlichen Terroranschläge von Paris sind zutiefst verabscheuungswürdig. Das brutale Vorgehen der Täter ist menschenverachtend und Ausdruck barbarischer Gewalt. Unser tiefes Mitgefühl gilt den vielen Opfern und ihren Familien und Freunden.
Es kann und darf aber nicht sein, das die Opfer von Paris für Bombardierungen, Kriegshetze und Demokratieabbau missbraucht werden. Auch muss unser Mitgefühl für die Opfer von Odessa, Istanbul, Ankara und Beirut und die abertausenden Opfer von Kriegen in Syrien, Libyen und Irak gelten.
Der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ der USA und ihren Verbündeten haben im Irak, in Libyen und in Syrien tausende Städte und Dörfer zerstört, Millionen um ihr Hab und Gut gebracht. Sie machen Millionen Menschen zu Flüchtlingen und stürzen insbesondere Millionen junger Menschen in absolute Hoffnungslosigkeit.
Diese völkerrechtswidrigen Kriege haben den Nährboden dafür geschaffen, auf dem Terrororganisationen wie der IS gewachsen sind. Zu recht warnen ehemalige amerikanische Drohnenpiloten in einem offenen Brief an Präsident Obama und andere hochrangigen Regierungsvertretern, dass der Drohnenkrieg ein Rekrutierungsprogramm für Terroristen darstellt.
Es wird auch zukünftig keinen militärischen Sieg über diese Art des Terrorismus geben. Der Terror lässt sich nicht wegbomben.
Es kann nicht so weitergehen. Die falschen politischen Weichenstellungen der Vergangenheit müssen grundlegend geändert werden.
Wir brauchen die Rückkehr zu einer deutschen Außenpolitik, die auf Frieden und Diplomatie statt auf Waffenexporte und militärische Abenteuer setzt.
Rüstungsexporte müssen verboten und alle Auslandseinsätze der Bundeswehr beendet werden.
Jupp Filippek
DIE LINKE Lüdenscheid
Kontkakt: josef Filippek, mobil 0176-55958138
