Armuts- und Reichtumsbericht
Laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband lag die Armutsquote 2014 für unsere Region bei 18,7%, somit mehr als 3% über dem Landesdurchschnitt.
Antrag zur Aufnahme des TOP „Armuts- und Reichtumsbericht MK“ für die Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 17.11.2016, die Sitzung des Kreisausschusses am 08.12.2016 und die Sitzung des Kreistages am 15.12.2016
Im Jahr 1992 beschloss der Nordrhein-Westfälische Landtag die Einführung einer Landessozialberichterstattung, den Armuts- und Reichtumsbericht. Dieser liefert seither regelmäßig Daten und Statistiken über die soziale Lage von Personen- und Bevölkerungsgruppen in NRW.
Dabei lag die Armutsrisikoquote im Jahr 2014 für Frauen bei 15,7%, für Männer bei 14,4%. Laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband lag die Armutsquote 2014 für unsere Region bei 18,7%, somit mehr als 3% über dem Landesdurchschnitt.
Die vorliegende Statistik erfasst dabei die Daten aus Raumordnungsregionen. Diese setzen sich zusammen aus Kreisfreie Stadt Bochum, Kreisfreie Stadt Hagen, Kreisfreie Stadt Herne, Ennepe-Ruhr-Kreis und Märkischer Kreis.
Durch die Zusammenfassung mehrerer, in der Grundstruktur nur bedingt vergleichbarer Kreise ergibt sich daraus aber kein differenziertes Bild zu Umfang und Struktur von Armut für den Märkischen Kreis.
Valide Daten sind jedoch Grundvoraussetzung für eine präventive Sozial- und somit Basis für Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung.
Wir beantragen daher:
Die Verwaltung wird beauftragt, analog dem Landessozialbericht und in enger Abstimmung mit den einzelnen Städten und Gemeinden, einen Armuts- und Reichtumsbericht für den Märkischen Kreis zu erstellen.

