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Otto Ersching

Bleibeperspekiven sind die Grundpfeiler

Stellungnahme zur möglichen Abschiebung von Omar aus Lüdenscheid!

Viel wird über Fachkräftemangel geredet, in der Industrie, im Handwerk und in der Dienstleistung und in der Pflege.

Auf der anderen Seite wird eine schon teils menschenverachtende Debatte über geflüchtete Menschen geführt. Das so viele nach Europa kommen. Die Fluchtursachen sind bekannt, Kriege, wirtschaftliche Not, Klimakatastrophen. Diese Menschen werden durch unsere Regierung nicht mit offenen Armen empfangen, ihnen wird von Anfang an keine Perspektive aufgezeigt. Inzwischen sollen die geflüchteten in sogenannten Anker-Zentren untergebracht werden.

In Lüdenscheid bzw. Halver treffen nun die Themen Fachkräftemangel und Flucht aufeinander, wie in der LN am 18.07. berichtet wurde.

Omar, ein junger Mann aus dem Norden Afrikas ist nach Deutschland gekommen. Er hatte das große Glück, eine Ausbildungsstelle als Kfz-Mechatroniker beginnen zu können. Sein Ausbildungsbetrieb beschreibt ihn als „Muster-Azubi“. Sein Engagement in einem Handballverein wird sehr geschätzt. Der Märkische Kreis als Ausländerbehörde hat nun Omar die Arbeitserlaubnis entzogen und erwägt eine sogenannte „Aufenthaltsbeendende Maßnahme“, bedeutet Abschiebung. Grund ist die angeblich nicht geklärte Herkunft von Omar. Diese wurde aber durch eine Geburtsurkunde bestätigt.

Die Wut des Ausbildungsbetriebes ist nachvollziehbar groß. Sie verlieren damit einen Auszubildenden mit großem Potenzial. Aber auch die Halveraner Gesellschaft und der Handballverein verlieren einen engagierten jungen Mann, der sich selbstlos einsetzt.

Es steht zu vermuten, dass an Omar ein Exempel statuiert werden soll.

Wir brauchen kein Einwanderungsgesetz. Die Menschen, die nach uns kommen, die vor Krieg, Hunger und Klimakatastrophen, deren Verursacher im Wesentlichen die westliche und industrialisierte Welt ist, fliehen, kommen mit einer Perspektive. Sie wollen ein friedvolles und sicheres Leben führen, für ihren Lebensunterhalt selber sorgen. Genau das und nichts anderes war und ist auch das Ziel von Omar.

Abschiebungen und Arbeitsverbote sowie das einsperren in Transitzentren bzw. Anker-Zentren sind destruktiv, unmenschlich und integrationsbehindernd.

Bleibeperspektiven und eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt sind die Grundpfeiler für eine gesellschaftliche Integration!

Ein geflüchteter Mensch, ist vor einer Abschiebung geschützt, wenn er eine Ausbildung macht. Nach erfolgreichem Abschluss ist der Schutzstatus für weitere zwei Jahre gegeben. Der Märkische Kreis weicht von der Regel ab.

Die Ausländerbehörde muss Ermessensspielräume nutzen, damit Omar bleiben kann. Damit wird der Weg zu einer ordentlichen Ausbildung frei. Omar kann wahrscheinlich nach seiner Ausbildung in dem Betrieb als Kfz-Mechatroniker weiterarbeiten.


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